Anregungen aus der öffentlichen Beteiligung zum Bebauungsplan Schelmenäcker II im Gemeinderat diskutiert
Der nächste Schritt zum Neubaugebiet Schelmenäcker II am südwestlichen Ortsrand von Niebelsbach ist getan. Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung über die Anregungen aus der öffentlichen Beteiligung beraten und den Satzungsbeschluss gefasst. Auf 2,6 Hektar sollen 44 Grundstücke für ein Wohngebiet mit einer Mischung aus Einfamilien-, Reihen-, Mehrfamilienhäusern und Doppelhaushälften mit etwa 86 Wohneinheiten entstehen. Unterteilt sind diese in einen äußeren Ring mit kleinteiliger, maximal zweigeschossiger Bebauung und den Kernbereich, in dem die anderen Typen vorgesehen sind.
Hinweise von Behörden
Aus dem Landratsamt Enzkreis lagen verschiedene Hinweise aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen vor. So wurde auf Erkenntnisse aus der Klimaforschung hingewiesen. Diese berücksichtigt die Gemeinde auf verschiedene Weise. So wird es nur sparsam Erschließungsflächen geben, Tiefgaragen müssen ebenso dauerhaft begrünt sein wie die Dachflächen aller Hauptgebäude, Garagen und Carports. Dazu kommen verschieden Pflanzgebote sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich.
Vorgeschrieben sind wasserdurchlässige Beläge, und dank der Typologie und Stellung der Gebäude ist für eine gute Durchlüftung des Gebiets gesorgt. Die Planer verweisen zudem auf die Dachformen, deren Ausrichtung gut für die Nutzung von Solaranlagen geeignet ist. Außerdem ermöglichen die Baufenster energieeffiziente Gebäudevolumen. Laut Gutachter ist der vorhandene Streuobstbestand nicht schützenswert. Als Ausgleichsmaßnahme ist die Sanierung einer Trockenmauer in einem Weinberg auf Gemarkung Illingen vorgesehen. Grund: Fast alle Trockenmauern in Keltern sind für das Neubaugebiet Klepberg II als Prüfraum vorgehalten. Sie sollen den biotoptypengleichen Ausgleich sichern.
Kennzeichnung von Querungen
Das Umweltamt spricht das Thema nachhaltige Mobilität und Straßenverkehr an. Die Straßen im neuen Gebiet werden wie schon in Schelmenäcker I als gemischte Verkehrsfläche angelegt. Die gewünschte bauliche Hervorhebung von Querungsbereichen wird im Zuge der Ausführungsplanung berücksichtigt. Tiefgaragenstellplätze sowie ein entsprechendes Kontingent an Besucherparkplätzen entlang der Ringstraße gewährleistet im Bereich der Mehrfamilienhäuser ausreichende Parkmöglichkeiten.
Anregungen aus der Bürgerschaft
Auch die Bürger von Keltern haben sich zu den Planungen geäußert und verschiedene Bedenken geäußert. Bezüglich des Hochwasserschutzes betont Lendl, dass das Gebiet nicht im Überschwemmungsgebiet liegt. Mit Blick auf Starkregenereignisse erklärt er, dass alle notwendigen Randbedingungen beim Entwässerungssystem festgelegt wurden. Zusätzlich wird das bestehende Rückhaltebecken erweitert, und auf jedem Grundstück ist eine Zisterne vorgeschrieben. Eine kommunale Starkregenkonzeption ist bereits beauftragt, nach den aktuellsten Berechnungen ist der Schelmenäcker aber nicht betroffen.
Straßensystem ist leistungsfähig
Naturgemäß bringen mehr Leute auch mehr Verkehr. Stephan Lendl betont allerdings, dass die Leistungsfähigkeit des Straßensystems gegeben ist. Zur Optimierung sind aber mehrere Maßnahmen im östlichen Bereich der Kernergasse vorgesehen. Zur Verkehrssicherheit zeigen Prüfungen keine Defizite, eine schalltechnische Untersuchung ist aufgrund der Größe und Bebauung nicht notwendig. Der Bebauungsplan sei ob des zu erwartenden Bevölkerungszuwachses auch nicht überdimensioniert, wie ein Bürger einwendete. Dies wurde im Rahmen des Flächennutzungsplans mit dem Regierungspräsidium und dem Regionalverband geklärt.
Herzliche Einladung zur Multivisionsschau „Thailand – Kambodscha“
von Reinhard Stirl am Mi. 18.03. um 19.30 Uhr im Bürgersaal, Rathaus Ellmendingen
Thailand - Land des Lächelns, buddhistischer Tempel, Trauminseln und -stränden im Süden. Kambodscha – Tempelruinen der Khmer-Architektur, größter Binnensee Südostasiens.
Die Reise startet in Bangkok zum berühmten Großen Königspalast sowie dem ältesten Tempel Wat Pho mit einem gigantischen 45 m langen, liegenden Buddha. Jetzt über die Grenze in das Königreich Kambodscha, das noch heute unter den Folgen der Schreckensherrschaft der kommunistischen Roten Khmer leidet, die Ende der 1970-iger ein Viertel der Bevölkerung ermordeten. Angkor Thom, im 13. Jahrhundert errichtet, war die Hauptstadt des Angkor Reiches, die quadratische Anlage hat eine Seitenlänge von 3 km, größer als jede europäische Stadt in dieser Zeitepoche.
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Im Tonle-Sap-See, viermal so groß wie der Bodensee, gibt es schwimmende Dörfer und ein jährliches Naturwunder, denn der Fluss ändert zweimal im Jahr seine Fließrichtung. Angkor Wat ist das größte religiöse Bauwerk der Welt, vor 1.000 Jahren auf einer Gesamtfläche so groß wie Los Angeles erbaut, ist es ein absolutes Highlight für Geschichtsliebhaber. Zurück in Thailand geht es in den Norden, zuerst nach Ayutthaya - historische Hauptstadt Thailands.
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Danach folgt Sukhothai, ein Königreich im 13. Jahrhundert und erste Hauptstadt des Landes. Im bergigen Norden liegt Chiang Mai, Zentrum des thailändischen Kunsthandwerks. Papier aus Elefantendung, Sonnenschirme aus der Rinde von Maulbeerbäumen, sind zwei Manufakturen, die besucht werden. Die Reise endet im Süden Thailands in Khao Lak, das 2004 schwer von einem Tsunami getroffen. Einsame Sandstrände und kleine Beach-Lokale, in denen am Abend leckere thailändische Spezialitäten angeboten werden, man gemütlich am Strand sitzend die untergehende Sonne genießen kann. Den Abschluss der Reise bildet eine Bootstour in der Andamanensee. Mit Paddelbooten geht es durch versteckte Höhlen und Lagunen. Über 100 Karstfelsen ragen aus dem Wasser empor, einige davon mehr als 100 m hoch. Drei Trauminsel werden angesteuert, eine davon ist James-Bond-Island.
Der Eintritt zur Multivisionsschau ist frei; Spenden kommen dem DRK-Ortsverein Keltern zugute.